KI im Unternehmen

95 % der KI-Piloten scheitern. Reden wir über die 5 %.

Redaktion · Steinbeis School · Juni 2026 · 4 Min. Lesezeit

Die wohl unbequemste KI-Zahl des Jahres kommt vom MIT: Rund 95 Prozent der GenAI-Pilotprojekte in Unternehmen erzielen keinen messbaren Effekt auf das Ergebnis. Fünf Prozent dagegen liefern – teils drastisch. Reden wir über die fünf Prozent.

Die Studie („The GenAI Divide“, 150 Interviews, 350 Befragte, 300 untersuchte Deployments) zeigt ein klares Muster: Es scheitert fast nie an der Technologie. Es scheitert daran, wie sie eingesetzt wird. (Quelle: MIT NANDA via Fortune)

Was die 5 % anders machen

Sie starten beim Prozess, nicht beim Tool. Die großen Effekte liegen laut MIT nicht im Marketing-Frontend, sondern im Back-Office: Abläufe, die heute teuer, langsam und repetitiv sind. Genau dort wird KI vom Spielzeug zum Hebel.

Sie kaufen und partnern, statt alles selbst zu bauen. Zugekaufte, spezialisierte Lösungen waren in der Studie rund doppelt so erfolgreich wie Eigenentwicklungen. Stolz ist kein Architekturprinzip.

Sie messen. Wer keinen Basiswert hat, kann keinen Fortschritt nachweisen – und wird beim nächsten Budget-Review gestrichen. Die 5 % definieren vorher, was Erfolg in Euro, Stunden oder Fehlerquote bedeutet.

Und sie befähigen Menschen. Generische Chatbots scheitern im Unternehmen, weil sie Workflows nicht kennen. Den Unterschied machen Leute, die beides verstehen: den Prozess und die Technologie. Genau diese Leute bilden wir aus – mit einem realen Prozess aus dem eigenen Unternehmen als Prüfungsprojekt.

„Spielen kann jeder. Wert schafft, wer KI im Prozess beherrscht.“

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